Ecovacs Winbot W930 Fensterputzroboter angetestet

Erfahrungsbericht Winbot W930

Der Onlineshop myrobotcenter.de bietet an, ausgewählte Haushaltsroboter für 7 Tage kostenlos testen zu können. Dieses Angebot habe ich wahr genommen und mir den Ecovacs Winbot W930 Fensterputzroboter kommen lassen.

Die Idee, einen Roboter an ein Fenster anzuploppen, arbeiten zu lassen und währenddessen selber etwas anderes tun zu können, hat mich schon sehr neugierig gemacht. Wir verwenden seit vielen Jahren in unserem Haushalt zwei Boden-Roboter, die wirklich gut ihren Job machen. Ohne diese Helferlein geht es zwar auch, aber warum?

Zwar habe ich einiges über das Gerät gelesen, aber die Meinungen waren nicht eindeutig. Ich habe mir also selber ein Bild von dem Ding gemacht.

Zunächst einmal muss man wissen, dass der Winbot W930 einen eingebauten Akku hat. Dieser Akku dient aber nicht dazu, die Reinigung der Fenster zu erledigen, sondern er ist sozusagen die Backup-Stromversorgung falls das mitgelieferte Netzteil ausgesteckt wird oder tatsächlich ein Stromausfall kommt. Der Akku sorgt dann dafür, dass der Winbot nicht von der Scheibe fällt. Macht ja auch Sinn!

Die Bedienung ist denkbar einfach: Netzteil anschließen, einstecken, die mitgelieferte Absturzsicherung mit dem Saugnapf an der Scheibe festploppen. Ein passendes Mikrofaser-Tuch wird mit einer Art Klettverschluss an der Unterseite befestigt. Das Tuch soll den Schmutz von den Scheiben aufnehmen. Es wird vor der Benutzung mit der mitgelieferten Reinigungsflüssigkeit eingesprüht. Dann einschalten, den Winbot an die Scheibe drücken und dann saugt er sich automatisch dort fest. Ein Lämpchen signalisiert den erfolgreichen Ansaug-Vorgang. Es gibt einen Taster, mit dem der Winbot seine Arbeit beginnt und auch bei erneutem Drücken wieder pausieren kann.

Hier sieht man den Winbot W930 bei der Arbeit:

Er fährt dann los: Rauf, links, runter und dann in Bahnen immer ein Stück weiter nach rechts, bis er an der anderen Seite ankommt. Was aber bei der Fahrt schon gleich negativ auffällt: er fährt niemals wirklich senkrecht an den unteren Rand des Fensters, sondern zieht immer leicht nach rechts weg. Das hat zur Folge, dass es an JEDEM Fenster einen Streifen gibt, der nicht gewischt wird. Ich habe das an 4 Fenstern getestet und es ist wirklich genau wie beschrieben. Also Mist!

Bei 2 Fenstern hatte ich auch das Problem, dass der Winbot W930 am unteren Rand der Fenster nicht mehr nach oben fahren konnte oder wollte. Warum? Keine Ahnung! Er blieb immer an den gleichen Stellen stecken, drehte sich, fuhr nach links, nach rechts und war nach ein paar Drehungen dann der Meinung, dass er fertig sei. Also auch Mist!

Hier habe ich das Problem aufgenommen:

Der W930 hat an der Unterseite des Griffes einen Knopf. Damit wird die Ansaugung an der Scheibe unterbrochen und er kann so wieder entfernt werden. Dort wo der Roboter von der Scheibe genommen wird, bleiben von der Ansaugvorrichtung immer Flecken auf der Scheibe, die von Hand weggewischt werden müssen.

Also, mein Fazit: Toller Service von myrobotcenter.de – die Mitarbeiterin, die nach 7 Tagen bei mir anrief , hat nur gelacht, als ich ihr meine Enttäuschung kund tat (als hätte sie das schon öfter gehört). Aber Sie war wirklich super nett und schickte dann den Retouren-Aufkleber.

Fazit zum Gerät: NEIN! – Allein die Tatsache, mit einem angefeuchtetem Mikrofaser-Tuch ein Fenster zu reinigen ist ja schon gewöhnungsbedürftig. Gepaart mit dem oben beschriebenen Verhalten muss man leider sagen, dass diese Technik nicht ausgereift ist. Bei einem durchschnittlichen Preis von 300,00 Euro rate ich dringend vom Kauf ab!

 

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.